Vor allem im englischsprachigen Raum wurde sich im Rahmen von non-visitor studies schon vergleichsweise viel mit der Thematik beschäftigt, während im deutschsprachigen Raum wenig dazu geforscht wird. Eine besondere Relevanz ist jedoch gerade im Spannungsfeld umfangreicher öffentlicher Kulturförderung in Deutschland und der Frage nach kultureller Teilhabe nicht zu übersehen. Die Kenntnis der Beweggründe von Nicht-Besuchern könnte weitreichende Schlüsse für Kulturförderung und Kulturpolitik sowie für individuelle Strategien einzelner Institutionen bedeuten. Diese Tatsache macht eine Forschung sowohl aus kulturpolitischer als auch aus der Perspektive des Audience Development interessant.
Um den Begriff des Nicht-Besuchers genauer verstehen und möglichst exakt definieren zu können, soll im Seminar zunächst die bisherige Literatur recherchiert, diskutiert und in ihren Vorgehensweisen geprüft werden. Aus der Analyse der verschiedenen Methodiken wird das Konzept für eine eigene Feldforschung entwickelt.
Der Hauptteil des Seminars umfasst die Durchführung der Forschung im Feld. Nicht-Besucher werden zu den Beweggründen ihres Nicht-Besuches interviewt und anschließend etwa zu einem Konzert, in ein Museum oder ein Theater eingeladen. Direkt im Anschluss findet eine zweite Befragung zum ästhetischen Erlebnis und den neu gewonnenen Eindrücken statt.

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