Deutschlandfunk, Kulturnachrichten, 23. April 2012

Was geht eigentlich in Museumsbesuchern vor? Dieser Frage ist der Kulturwissenschaftler Martin Tröndle von der Zeppelin-Universität Friedrichshafen auf den Grund gegangen. Bei Besuchern des Kunstmuseums St. Gallen hat er Herzfrequenz und Hautleitfähigkeit gemessen, ihre Wege protokolliert und sie befragt. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Tröndle, viele Grundannahmen des Museumsbetriebs seien angesichts seiner Ergebnisse kaum haltbar. So seien vielbesuchte Ausstellungen keineswegs die besten. Wer Kunst betrachte, brauche Ruhe. Viele Häuser sollten deshalb ihr Konzept überdenken. Als positives Beispiel nannte er den Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate auf der Biennale in Venedig 2011, in dem zwischen den Kunstwerken Trennwände gestanden hätten.

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