Lehre findet oft im Seminarraum an Texten oder Planspielen statt. Eher selten haben die Studierenden die Möglichkeit an „echten Fällen“ zu arbeiten. Im Modul „Kulturkonzeption Stadt Ravensburg“ ist dies anders. Die Stadt Ravensburg hat den WÜRTH Chair of Cultural Production beauftragt, über zwei Semester die Stadt Ravensburg und deren Kultur(Angebot) zu erforschen. Dies ließ sie sich knapp 50.000.- Euro kosten. Mit den Geldern konnten Experten für Stadtentwicklung und Kulturplanung für das Seminar gewonnen werden: Die Hamburger Künstler Christoph Schäfer und Margit Czenki, sowie den Direktor des Zentrums für Kulturforschung (Bonn-Berlin), Prof. Dr. Dieter Haselbach. Dieses interdisziplinäre Team aus Kunst, Soziologie und Kulturwissenschaft befragte die Stadt und ihre Orte, die Institution und deren Besucher sowie die (kultur)politischen Akteure.

Mit den Studierenden wurde so im Spring 2015 eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Kulturlandschaft erarbeitet, im Fall 2015 wurden daraus dann konkrete Vorschläge für die Stadt Ravensburg, deren Kulturinstitutionen und Besucher entworfen. Final stellten die Studierenden ihre Arbeitsergebnisse im Gemeinderat vor und gaben ihre Handlungsempfehlungen ab.

Das Lehrforschungsprojekt verfolgte das Ziel, kulturelle und soziale Innovationen für die Stadt Ravensburg zu ermöglichen. Die Studierenden lernten strategische Planungsprozesse aus (kultur)politischen, ökonomischen, kultursoziologischen Perspektiven kennen.

Schlagworte: Kulturpolitik, Stadtentwicklung, Kulturberatung, forschende Lehre

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