Schweizer Radio, DRS 2 Aktuell , 25. Juni 2009

Das Kunstmuseum St. Gallen steht zur Zeit unter strenger Beobachtung der Wissenschaft. Ein internationales Forscherteam will mit verschiedenen Technologien herausfinden, wie ein Museum überhaupt funktioniert. Im Projekt «eMotion» wird die Erfahrung Museumsbesuch experimentell erforscht. Im Zentrum steht die psychogeografische Wirkung des Museums und seiner Objekte auf das Erleben.

Museumsbesucher, die an dem Projekt teilnehmen wollen, erhalten mit ihrer Eintrittskarte ein Armband, das verschiedene Messgeräte enthält. Damit wird der Weg aufgezeichnet, den der Besucher geht; wie lange er vor einem Objekt stehen bleibt; die Gehgeschwindigkeiten; wann und wie stark er emotional angesprochen und wann und wie stark er kognitiv angesprochen wird.

Diese quantitative Datenmenge wird durch individualisierte, qualitative Befragungen ergänzt, um eine angemessene Interpretation des Datenmaterials zu ermöglichen. So erhofft man sich einen besseren Einblick in die Kunstwahrnehmung und die körperlichen und geistigen Reaktionen während des Museumsbesuches.

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