Bei Concerto 21 geht es um die Suche nach dem klassischen Konzert, das in unsere Zeit passt, das Leute in die Säle lockt, weil es berührt und begeistert, weil es klug ist und einen guten Abend verspricht. Die Sommerakademie bietet Musikern, jungen Musikmanagern und Festivalleitern die Möglichkeit, gemeinsam mit hochkarätigen Gesprächspartnern aus der Musikszene über zeitgemäße Konzertformate nachzudenken, neue Programmdramaturgien zu entwickeln und Stimmung(en) im Konzertsaal zu erzeugen. Sie lernen, ihr Publikum zu verstehen und auf dessen Bedürfnisse zu reagieren. Sie erfahren, wie man Veranstalter überzeugt, die Neuen Medien optimal nutzt, gute Texte schreibt – und sie hinterfragen ihre Haltung als Künstler.
Concerto 21 ist die Ideenschmiede für zeitgemäße, neue Konzertinszenierungen. Dabei geht es nicht um eine ‚Eventisierung’ des Konzerts, sondern um Änderungen im Detail, die aus dem vertrauten Ritual wieder eine Überraschung machen.

Teilnehmer
Die Sommerakademie richtet sich an diejenigen, die über neue Aufführungskonzepte für klassische Musik nachdenken und sich mit innovativen Konzertformaten auf dem Markt behaupten möchten. Der Fokus liegt dabei auf Solisten und Ensembles, die über Konzerterfahrung verfügen, erste Preise gewonnen haben und/oder bereits durch eine Agentur vertreten werden. Neben Musikern sind auch junge Festivalmacher und Musikmanager als Querdenker willkommen. Musikstudierende sind jedoch nur im Ausnahmefall vertreten. Bewerben können sich nur Personen, die durch die Partner von Concerto 21 nominiert wurden.

Wie läuft Concerto 21 ab?
Phase 0: Scouting und Nomination

Oktober 2012 bis Januar 2013
Concerto21. ist ein exklusives Weiterbildungsformat, deshalb vertrauen wir der Expertise und Erfahrung verschiedener Institutionen und Personen, um geeignete Teilnehmer für die Sommerakademie zu finden. Die Partner von Concerto21. können bis zu drei Personen nominieren. Die Nominierten werden anschließend von der Stiftung kontaktiert und können sich nun um einen Platz bei Concerto21. bewerben. Maximal 18 Teilnehmer werden zugelassen. Die Auswahl trifft die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Tröndle.

Phase I: Konzerte neu denken
Seminarzentrum Gut Siggen 18. bis 23. Juni 2013
Die ausgewählten 18 Teilnehmer kommen in der ersten Präsenzwoche im Seminarzentrum Gut Siggen zu einem „Turbo-Elitestudium“ zusammen. In einer knappen Woche werden relevante Texte zur Entwicklung des Konzertwesens, zur Publikumssoziologie, zur Programmdramaturgie, zu Klang- und Lichtkonzepten, zur Ritualisierung, Inszenierung und Ästhetisierung des Konzertes gemeinsam mit den Dozenten diskutiert. Erste Projektvorschläge werden entwickelt, Visionen entworfen und tradierte Klassikkonzepte auf den Kopf gestellt. Die Akademisten beginnen ihre eigenen Projekte zu skizzieren und stellen ihre Vorstellungen am Ende der ersten Woche vor. Daraufhin werden maximal 12 Teilnehmer für die weiteren Phasen ausgewählt.

Phase II: Eigene Projekte überarbeiten
24. Juni bis 14. Juli 2013
In den anschließenden drei Wochen findet die Konkretisierung der Ideen und Projekte, die in Siggen entstanden sind, in einer Selbstarbeitsphase statt. Mit der Präsentation dieser Ergebnisse beginnt der nächsten Schritt, die Phase III.

Phase III: Den Markt verstehen
Seminarzentrum Gut Siggen 15. bis 21. Juli 2013
Die Dozenten der zweiten Präsenzwoche in Siggen sind vor allem im operativen Musikgeschäft tätig. Sie arbeiten gemeinsam mit den Solisten und Ensembles deren Ideen und Projekte aus. Dazu gehört die strategische Künstlerentwicklung genauso wie stimmiges Bild- und Textmaterial, Interviewtraining oder Imageberatung. Der bewusste Umgang mit den Neuen Medien und ihren Möglichkeiten nimmt dabei einen besonderen Raum ein.

Phase IV: Ideen wachsen lassen – Mentoring
August 2013 bis Februar 2014
Nun gilt es dranzubleiben, die erarbeiteten Konzepte in die Praxis umzusetzen und nicht in Routine zu verfallen. Um das zu schaffen, wird jeder Solist und jedes Ensemble in einer sechsmonatigen Coachingphase von einem Mentor unterstützt. Die Mentoren sind Dozenten von Concerto21. und stehen den Musikern für eine vorab definierte Zahl von Stunden als Kontaktperson und Berater zur Verfügung. Am Ende der Mentoringphase treffen sich alle Musiker und Mentoren an einem Wochenende zum Erfahrungsaustausch.

Phase V: Ideen umsetzen – Konzert, CD, Video
Frühjahr/Sommer 2014
Drei Solisten/Ensembles gestalten nach der Mentoringphase einen Konzertabend im Radialsystem V in Berlin. Ein Ensemble/Solist erhält dann die Möglichkeit je einen Konzertabend beim Beethovenfest Bonn und bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen zu bestreiten. Außerdem werden mit diesem Ensemble/Solisten eine CD sowie ein EPK produziert.

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